Abschied ist ein Blödmann

Ich glaube, niemand wird Abschiede lieben, weil schon der Begriff an sich traurig ist. Mir wird es wahrscheinlich genauso gehen, wenn der richtige Abschied von zu Hause naht.

Alles andere war nur ein Vorgeplänkel, denn mir wurde in den letzten Tagen immer mehr bewusst, welche Dinge ich zum vorerst letzten Mal erlebe/tue/erledige.

Da wäre zum Beispiel das ganz banale Einkaufen. Meine lieben Kassiererinnen bei Kaufland, ja, ich bin (fast) immer zu recht gekommen und habe (fast) immer alles gefunden, aber danke der Nachfrage 🙂

Zum letzten Mal bei der „sehr netten“ Mitarbeiterin der Tankstelle meine Kreditkarte zu früh aus dem Lesegerät geholt und dafür einen Rüffel kassiert. Ich werde die notorisch schlecht gelaunte Dame echt vermissen.

Was ich aber wirklich vermissen werde ist das Stadion des 1.FC Köln. Wer einmal bei einem Spiel dabei war, der wird mir bestätigen, dass es fast durchgehend eine Gänsehaut erzeugt, wenn ca. 50.000 Zuschauer die FC-Hymne anstimmen und die Mannschaft das Feld betritt.

Mach et joot EFFZEH! Ich werde deinen Weg auch auf der Insel sehr genau verfolgen.

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Von manchen Dingen verabschiede ich mich aber gerne, wie zum Beispiel Teil der allmorgendlichen Blechlawine zu sein, die die Autobahn zum großen Parkplatz macht. Als hätte sie es geahnt, dass ich da bald nicht mehr mitmachen werde, kam am letzten Montag noch ein kurzes Aufbäumen. Aus dem Weg zur Arbeit wurde ein zweistündiges Geduldsspiel.

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Mein Auto hat sich dann auch noch persönlich beim Erkelenzer ATU Team verabschiedet, weil es sich dort nochmal hat fit machen lassen, für die lange Fahrt nach Barcelona. Bevor wir dann auf die Reise gehen, wird es sich auch noch von den Winterreifen verabschieden, denn wir beide glauben, dass diese auf Mallorca nicht mehr notwendig sind.

 

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Achja, die Schneeketten bleiben dann auch in good old Germany. Denn von dem Schnee habe ich mich bereits vor ein paar Tagen verabschiedet. Gedankenlos  befreite ich mein Auto von der weißen Pracht. Mir war da natürlich noch nicht bewusst, dass dies das letzte Mal sein würde. Man kann halt nicht an alles denken.

 

Vor ein paar Wochen habe ich dann noch meinem langjährigen Zahnarztteam einen Besuch abgestattet. Dort wurde dann aus einer 10 minütigen Behandlung eine 90 minütige Frage-und-Antwort-Show. Nur blöd, wenn man als Patient beim Zahnarzt das Meiste zu erzählen hat. Liebe Frau Doktor: ich nehme alle Schuld auf mich, wenn Ihnen die ein oder andere Sprechstundenhilfe jetzt nach Mallorca entflieht 😉  Bilder gibt es davon keine –  wer will sowas schon sehen!

Es folgt dann noch der Abschied von Cooper (auch wenn er nur für kurze Zeit ist) und noch einige andere…dazu aber mehr in Kürze hier auf www.vivallorca.de

Fazit:

„niemals geht man so ganz…irgendwas von mir bleibt hier“…na klar! Wir haben Trude Herr beim Wort genommen und einige unserer Habseligkeiten in Deutschland gelassen. Wir entscheiden aber noch in naher Zukunft, ob sie irgendwann nachwandern dürfen.

 In diesem Sinne,
hasta pronto


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