19 Punkte für Deine Planung!

Du willst auswandern? Wir haben hier für Dich 19 wichtige Fakten zusammengestellt, die Du Dir anschauen solltest!

Mittendrin statt nur dabei! Die Umsetzungsphase hat uns voll im Griff. Du glaubst gar nicht wie viel auf einmal noch zu tun ist und „ach ja, DAS muss auch noch erledigt werden“. Da kommt so einiges zusammen.  Einen ersten Überblick bekommst Du in unserer „Checkliste“.

Wir ergänzen die Liste stetig und aktualisieren sie mit weiteren Themen nach und nach,

Für spezielle Fragen, was Behördengänge oder ähnliches angeht, kannst Du uns jederzeit gerne auch persönlich kontaktieren.

#1 - Familie einbeziehen!
Ein ganz wichtiger Punkt. Damit die Planung nicht schon im Keim erstickt, weil ein Familienmitglied Deine Leidenschaft nicht teilt, bezieh sie von Anfang an mit ein! Du solltest Dir im Klaren sein, was es für Konsequenzen hat, wenn dein Partner/deine Familie  plötzlich nicht mehr hinter Dir stehen, da Du dieses Vorhaben alleine planst und für alle Durchführen willst.

#2 - Wohin soll die Reise gehen?
Eine Reise ist es ja nicht wirklich. OK, vielleicht eine laaaange Reise!!!Wo willst Du „ankommen“?

Wir haben schon einige Länder bereist. Es gibt auch Orte, die uns sehr gefallen, aber bei den meisten war ich froh, dass ich irgendwann wieder in den Flieger oder in das Auto steigen konnte, um wieder heim zu fahren. Das ist bei Mallorca, in unserem Fall ganz speziell Colonia St. Jordi, anders.

Ich bin immer traurig, wenn es wieder nach Deutschland geht und zehre noch Tage später von der schönen Zeit auf der Insel. Auch wenn ich mir immer wieder vor Augen halten muss, dass es URLAUB und nicht der ALLTAG ist.

#3 - Die Sprache

Vorab einen Dank an Mirko! Denn dieser Punkt war so selbstverständlich für uns, dass wir ihn glatt vergessen haben.

Auch wenn mittlerweile viele Spanier deutsch verstehen und sogar sprechen, sollte man nicht davon ausgehen und sich trotzdem die Landessprache aneignen. Das bringt nicht nur erhebliche Vorteile in der Jobsuche, sondern erleichtert auch das alltägliche Leben.  Es erfreut jeden Spanier, wenn man zumindest versucht mit ihnen Spanisch zu sprechen. Das ist oft total lustig, macht Spaß und man lernt dazu!

#4 - Wann soll es soweit sein?
Das ist eine sehr wichtige Frage. Da wir uns nicht unter Druck setzen wollten, haben wir einen großzügigen Zeitplan erstellt. Vor 4 Jahren haben wir angefangen, über dieses Ziel zu sprechen. In jedem Urlaub haben wir den Plan immer wieder aufgegriffen und ein halbes Jahr vor Ausreise konkret daran gearbeitet.
#5 - Wie sieht es mit den Finanzen aus?
Wenn Du dem Thema Existenzangst vorbeugen willst, solltest schon ein paar Euronen auf  der Tasche haben. Ein Startkapital erleichtert einiges. Nicht nur der Umzug frisst einem die Kohle weg, auch brauchst Du Geld für den Flug oder für die Autofahrt incl. Fähre. Eine Wohnung/Haus sollte im besten Fall schon vorhanden sein und das kostet schließlich auch ein paar Taler. Auch die Behörden lassen sich ihre Dienste gut bezahlen. Es summiert sich einfach einiges.

Ich will jetzt hier keinen Betrag festlegen, aber ein paar Tausender dürften es ruhig sein.

#6 - Brauchst Du einen Job?
Da gibt es natürlich mehrere Möglichkeiten. Unsere Variante war: das  Internet zu durchforsten! Zum Beispiel gibt es auf der Internetseite eines deutschen Radiosenders „Das Inselradio“ eine eigene Rubrik: Jobbörse. Dort kann man nach Jobs in diversen Branchen suchen oder seine Dienste selbst anbieten. Coole Sache! Weitere Optionen sind diverse Gruppen bei Facebook, Xing und anderen sozialen Netzwerken. Im besten Fall kennst Du schon jemanden, der wieder jemanden kennt…

Nur so viel: es gibt viele Türen, man muss sie nur öffnen.

#7 - Wie finde ich eine Wohnung?
Da gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Makler oder privat. Eine dritte Option wäre: mit offenen Augen über die Insel fahren. An vielen leer stehenden Häusern oder Wohnungen hängen Schilder „zu vermieten“ oder „zu verkaufen“. Einfach die Telefonnummer wählen und sich die Objekte anschauen. Solltest Du der spanischen Sprache noch nicht so mächtig sein, dann  frage jemanden, den Du kennst, ob er Dir beim Verhandeln behilflich sein kann.

Überlege Dir vorher, ob Du eine bereits möblierte oder unmöblierte Wohnung möchtest. Das schränkt die Suche schon etwas ein. In Spanien allgemein werden sehr viele Wohnungen möbliert vermittelt. Wenn Du Dich damit arrangieren kannst, sparst Du ein wenig Umzugskosten. (sofern Du Dich von Deinen eigenen Möbeln trennen kannst!)

#8 - Nachmieter oder Käufer für Deine Wohnung suchen
Es ist ratsam sich frühzeitig um einen Nachmieter oder Käufer für die Wohnung/ Haus zu kümmern. Nach einigen Recherchen mussten wir feststellen, dass es natürlich einer gewissen Zeit bedarf, bis eine Wohnung verkauft ist. Der Markt und die Lage der Wohnung bestimmen das Angebot und die Nachfrage!

Vorteilhafter hast Du es mit einer Mietwohnung. Da hast Du eine Kündigungsfrist, die Du  umgehen kannst, in dem Du dem Vermieter einen potentiellen Nachmieter präsentierst. Ansonsten musst Du halt so planen, dass die Kündigungsfrist (meist 3 Monate) eingehalten wird. Dann versuchst Du  nahtlos in die neue Bleibe auf Mallorca einzuziehen. So bleibt Dir eine doppelte Miete erspart. Wir haben beides hinter uns: Nachmieter gefunden (Babsi) Käufer gefunden (Sabine und ich). Ein bisschen Glück gehört wohl auch dazu.

#9 - Job kündigen
Wer in Deutschland noch einen Job hat, muss sich natürlich um die Auflösung oder um die Kündigung  des Arbeitsvertrages kümmern. Auch hier sind wieder die individuellen Kündigungsfristen zu beachten. Vergesst nicht nach einem Arbeitszeugnis zu fragen, auch wenn das in Spanien, speziell Mallorca, nicht unbedingt benötigt wird. Aber, wer hat der hat! Und man weiß ja nie.
#10 - Möbel und Sonstiges
Wenn Du einen Nachmieter oder Käufer gefunden hast, kannst Du natürlich mit ihm verhandeln, dass er Dir noch den ein oder anderen Gegenstand abnimmt, gegen einen finanziellen Ausgleich natürlich.  Oder Du startest eine große Verkaufsaktion auf den Verkaufsportalen im Internet. Es spielt aber auch eine Rolle, ob Deine neue Wohnung auf Mallorca möbliert ist, oder ob Du das meiste von zu Hause mitbringst. Da unsere Wohnung komplett möbliert ist, versuchen wir unseren ganzen Krempel (zu Deutsch: Habseligkeiten) in meinen Pkw zu packen. Mal sehen, wie oft wir fahren müssen! Hahaha…
#11 - laufende Verträge prüfen und kündigen
Du musst Dir als erstes einen Überblick verschaffen, welche Verträge Du abgeschlossen hast und wann diese zu kündigen sind: z.B. Handyvertrag, Festnetz, Internet, Versicherungen, Fitness-Studio oder ähnliches. Eine schnelle Übersicht bekommst Du, wenn Du Dir mal die Abbuchungen von Deinem Konto anschaust.
#12 - Was ist mit meinen Haustieren?
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du Dein(e) Haustier(e)  in Deine Pläne mit einbezogen hast. Wir nehmen unseren Hund natürlich mit in unsere neue (&seine alte) Heimat. Bitte denke daran Deinen Vermieter zu fragen, ob Haustiere geduldet sind und lass Dir das im Mietvertrag schriftlich geben. Die meisten Kleintiere benötigen einen EU-Heimtierausweis, um die Einreise  nach Spanien bzw. Mallorca zu ermöglichen. Wir haben uns entschieden, dass wir Cooper mit dem Flieger nach Mallorca schicken, weil wir ihm die Strapazen der über 24 Stündigen Reise im Auto und auf der Fähre einfach nicht zumuten wollen. Hier hoffen wir noch, dass wir kurzfristig einen sogenannten Flugpaten finden, der unseren kleinen Liebling auf dieser Flugreise begleitet.
#13 - Auto oder Motorrad ummelden!
An dieser Frage scheiden sich momentan noch unsere Geister. Wir werden unser Auto mitnehmen und wollen es natürlich auch mit Spanischem Kennzeichen zulassen. Allerdings gibt es hierzu noch keine genauen Angaben. Die einen sprechen von enorm hohem Verwaltungsaufwand und damit verbunden Kosten, die anderen lassen einfach ihr deutsches Kennzeichen dran. Ich versuche natürlich weiterhin irgendwelche brauchbaren Infos zu erhalten. Und dann werde ich sie hier auch publizieren. Endstation ist die Gestoria (=Thema übergeben-Geld da lassen- machen lassen)
#14 - Flug oder Fähre buchen
Wenn Du dann den genauen Abreisetermin hast, solltest Du Dich schnellstmöglich um die Buchung des Flugtickets kümmern oder wie in unserem Falle: die Fähre von Barcelona nach Mallorca buchen. Ich suche gerade noch nach meinem Favoriten, bin aber schon guter Dinge.
#15 - Ärzte - check up

Ob Hautscreening, Blutbild oder Zahntausch – So lange Du noch in Deutschland versichert bist, lass Dich noch einmal durchchecken. Nur zur Sicherheit.

#16 - N.I.E. Nummer beantragen
Wenn Du auf Mallorca leben und arbeiten willst, kommt Du an der sogenannten N.I.E. Nummer nicht vorbei.  Zu aller erst musst Du diese Nummer online bei der Behörde beantragen. Dann bekommst Du einen Termin. Genauere Infos zur Beantragung gebe ich Dir, wenn ich alles hinter mir habe. Da Sabine und Babsi ja bereits auf der Insel gearbeitet haben, sind sie auch schon im Besitz dieser Nummer. Die Gültigkeit verfällt zwar, wenn man längere Zeit nicht auf Mallorca arbeitet, kann aber jederzeit wieder aktiviert werden.
#17 - Wohnsitz ab- bzw. anmelden
Steht dann die Abreise kurz bevor, musst Du Dich bei Deinem städtischen Meldeamt abmelden und die Bescheinigung in Mallorca beim Anmelden vorlegen. Du erhältst diese Abmeldung frühestens 7 Tage vor Deiner Abreise.
#18 - Bankkonto einrichten

Such Dir eine Bank aus, die Dir evtl. Freunde oder Bekannte vor Ort empfehlen. Laut unseren Infos gibt es keine großen Unterschiede zwischen z.B. SaNostra oder Banca March.

Da Du ohne N.I.E. oder Meldebescheinigung allerdings kein Bankkonto anlegen kannst, solltest Du die letzten Dinge chronologisch so beantragen, wie wir es hier aufgeführt haben.

#19 - Gestoria
Es ist schon Wahnsinn, was an Bürokratie vonnöten ist. Wer damit überfordert ist, kann eine sogenannte Gestoria in Anspruch nehmen. Diese übernimmt gegen gute Bezahlung alle notwendigen Behördengänge für Dich und sorgt dafür, dass alles korrekt abläuft.

Du hast Fragen, Anregungen, weitere Tipps oder Kritik? Dann lass es uns wissen! Wir sind dankbar für Deine Unterstützung!

 

 

 

 


2 Comments

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  • Schöner Artikel! Aber einen der wichtigsten Punkte habt ihr vergessen: Sprache(n) lernen. Nicht nur, dass die Jobchancen mit guten Spanisch-/ Katalanisch-Kenntnissen deutlich steigen. Wie in jedem Land bekommt man durch die Sprache einen viel besseren Zugang und man spielt sich nicht so als „Deutscher“ auf. 😉

  • Hola Mirko!
    Du hast vollkommen recht. Danke für den Hinweis.
    Die Sprache zu Lernen ist das A und O! Das ist für uns so selbstverständlich, dass wir diesen Punkt glatt vergessen haben.
    Wird gleich noch integriert.

    Schöne Grüße
    Marion

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