Modern Family goes Mallorca

Wie die Zeit vergeht. Das fragen wir uns oft, wenn wir an die „Ausreise“ denken. Die Anspannung und der Stress waren enorm. Wie soll das funktionieren?

Nachdem Sabine sich im Januar von Cooper und mir verabschiedet hatte, hieß es für uns beide: 6 Wochen ohne unsere Frau/Frauchen zu überleben! Was soll ich sagen, es hat funktioniert. Wer hätte es gedacht 🙂

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Schon Ende Februar nahm sich Sabine einen Flieger nach Köln/Bonn, um mich im Auto nach 2Barcelona und auf die Fähre nach Alcudia zu begleiten. Natürlich flog sie nicht allein. Sofern es möglich ist, agieren wir als Flugpate. Das ist kein Mehraufwand, kostet nix, man ist in guter Gesellschaft und macht am Ende der Reise gleich mehrere glücklich.

Diese lange Reise mit dem Auto verlief, bis auf einen dicken Steinschlag – ohne besondere Zwischenfälle. Der Schnee, der uns während der ersten 100 Kilometer begleitet hatte, ist mittlerweile von gestern.

In Barcelona trafen wir relativ spät im Hotel ein, dieses hatte ich schon in Deutschland per Internet gebucht. Google Maps war so nett und half mir, eine Unterkunft zu finden, die einen abgesperrten Parkplatz hatte und von der man relativ schnell die Anlegestelle der Fähre erreichen konnte.

Sonntag Morgen um 5 Uhr war unsere Welt nicht mehr so ganz in Ordnung, denn der Wecker riss uns aus dem tiefsten Schlaf. Naja, so eine 1500 Km Autofahrt ist nicht nur für das Fahrzeug anstrengend. Eine weitere Stunde später standen wir schon in der Schlange, die in den Fährbauch rollen wollte.

Die Story der Fährfahrt ist sehr schnell erzählt. Anders als Babsi, haben wir die Fährfahrt tagsüber gebucht. Da sieht man am Heck 2 Stunden lang, wie Barcelona immer kleiner wird. Dann weitere 3 Stunden sieht man außer Himmel und Meer nichts und wiederum 2 Stunden lang sieht man Mallorca immer näher kommen.

Hier mal ein rundum-Eindruck der Reise:

Als wir von der Fähre rollten hatte Sabine schon Angst, dass man unser Auto filzen würde, denn es war eine Menge Zollbeamter damit beschäftigt, andere Fahrzeuge zu durchsuchen. Nicht, dass wir Angst hatten, beim Waffen- oder Drogenschmuggel enttarnt zu werden. Nein! Sabine hatte Angst, dass wir unsere Ladung nie wieder in unser Auto packen könnten, denn jeder Platz war zentimetergenau ausgenutzt. Wir sahen uns schon, einen LKW bestellen.

Der konnte aber im Depot bleiben, denn wir wurden einfach durchgewunken und erreichten nach einstündiger Fahrt unser endgültiges Ziel und neues zu Hause: Colonia St. Jordi.

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was für ein Empfang!

 

Am nächsten Tag machte ich schon einen Termin mit meinem designierten Arbeitgeber aus, um dort noch einmal vorstellig zu werden.

Ich fuhr am Abend nach Felanitx und besuchte die Firma Mallorquin Bikes. Eine Motorrad-Vermietung, die von einem Deutschen Ehepaar seit 12 Jahren geführt wird. Eine kleine Familiäre Firma mit dem gewissen Etwas.

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Mandelblüte im Februar

Nach einem Tag Probearbeiten boten sie mir an ab Mitte März dort eine Kollegin, die wieder zurück nach Deutschland geht, zu ersetzen. Ich sagte zu und setzte einen weiteren Mosaikstein in unser neues Lebensbild.

Leider hatte ich mir in der Zwischenzeit einen ganz fiesen Virus eingefangen und weiß von den 2 Tagen danach eigentlich nicht mehr viel, nur dass ich viel geschlafen habe. Mit letzter Kraft schleppte ich mich am darauffolgenden Freitag in den Flieger und war am Nachmittag, nach 2stündigem Flug und einstündiger Zugfahrt wieder in meiner alten Heimat eingetroffen. Dort warteten die nächsten Mosaiksteinchen schon auf mich: Cooper und mein Rennrad.

Ich nutzte die 2 Tage in Deutschland, um mich noch von Freunden und Familie zu verabschieden. Cooper tat das Gleiche und gab in der Hundeschule eine Runde Kaustangen aus.

Sonntag Mittag brachten meine Eltern uns zum Flughafen. Die Transportbox von Cooper hatte fast 2 Monate im Wohnzimmer gestanden und ab und zu hatte ich ihn spielerisch dort rein gelotst. Am Flughafen hüpfte er fast von selbst in die Box und wartete darauf dass es losgeht.

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neugierig am Flughafen

 

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endlich angekommen

Ich musste mich ganz schnell von dannen machen, denn ich wollte nicht in sein trauriges Gesicht schauen, auch die Tatsache, dass er nicht wusste, was jetzt passiert, verschaffte mir ein ungutes Gefühl im Magen.

Aber alles  Unwohlsein war umsonst, denn als ich ihn in Palma aus der Box holte, wedelte er heftig mit dem Schwänzchen und freute sich einfach mich wiederzusehen.

Ich sammelte noch schnell mein Rennrad ein und wir konnten kaum erwarten, gleich von Sabine empfangen zu werden….das wäre dann der größte der Mosaiksteine.

Wie wir weitere Steine sammeln und was wir erleben….bleibt dran! Es lohnt sich! Versprochen!

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Stein auf Stein

 


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  • Vielen Dank für die Zusammenfassung und das Teilhabenlassen an Eurer Geschichte. Viel Kraft, Liebe und Gesundheit für die Zukunft 🙂

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