Traumjob auf Trauminsel

Meine Jobsuche auf Mallorca gestaltete sich einfacher als erwartet.
Bei unserem letzten URLAUB konnte ich bei einem 4 stündigen Probearbeiten bei einem deutschen Dienstleister mein Können unter Beweis stellen. Ich dachte mir aber insgeheim, dass es niemals meine Intention sein würde, diesen Job länger als 4 Stunden auszuüben. Allerdings stellte ich mich wohl nicht zu dumm an, denn ich hätte den Job bekommen.

Meinen Zusatzjoker zog ich dann, als ich nach Felanitx zu Mallorquin Bikes fuhr, um den Inhabern meine Nase zu zeigen. Denn der O-Ton der Chefin war damals: Du brauchst keine Qualifikationen oder ähnliches, nur deine Nase muss zu uns passen 🙂

Wir verblieben dann so, dass ich mich melden solle, sobald ich auf der Insel gelandet wäre. Das war dann Ende Februar 2015 der Fall. Ich fuhr nochmals zu ihnen und meldete mich und meine Nase als angekommen. Wir besprachen kurz ein paar Kleinigkeiten und nach einem Tag probearbeiten bekam ich das Angebot, Mitte März dort anzufangen.

Fulltime-Job das ganze Jahr!DSC04027 Kopie

Was das für ein Privileg sein sollte, merkte ich schon kurz darauf. Denn viele aus meinem Umkreis verdienten in Saisonjobs ihr Geld und müssen in der Sommersaison wie die Ochsen schuften um dann ab November von dem Sommerjob zu leben. Kaum einer konnte einen Ganzjahresjob ergattern.

Dann begann mein Abenteuer und ich wurde eingearbeitet. Das geht hier auf Mallorca ziemlich schnell. Denn nach einer Woche wurde ich schon ins kalte Wasser geworfen. An einem Dienstagabend erklärten mir meine Chefs, dass ich am nächsten Tag allein im Büro sein würde. Ich schluckte erst mal, aber Zeit um Angst oder Zweifel zu bekommen war da nicht mehr vorhanden.

Der nächste Tag verlief erstaunlicherweise sehr geordnet; jedenfalls waren alle Kunden zufrieden und erklärten, dass sie auf jeden Fall wiederkommen würden. Puh…das nenne ich Punktlandung. Von da an wusste ich, dass wir zusammen passen würden: Die Insel – Der Job – Ich!

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jede Menge Schriftkram wartet

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Die hauseigene Garderobe

 

 

 

 

 

Der Job ist so vielfältig, dass es zu keiner Zeit langweilig wird. Auch wenn es mal etwas ruhiger im Büro ist, so gibt es genug zu tun. Da unsere Saison – anders als in der Tourismusbranche – schon auf Hochtouren läuft, sind die ruhigen Momente eher spärlich gesät. Wenn die Kunden unser Gelände verlassen haben, bleibt mir Zeit, mich um die Buchhaltung zu kümmern, oder die Bekleidung zu reinigen. Die Waschmaschine dreht fast 24 Stunden am Rad.

Seit 3 Monaten im Glück!

Ich fühle mich, als würde ich den Job schon ewig machen. Mir macht es Spaß unsere Kunden am Hotel abzuholen. Sie während der Fahrt mit Informationen zu füttern, oder einfach nur ein lockeres Gespräch unter Bikern zu führen. Am Firmengelände angekommen sind sie dann vollends informiert, was meine Auswanderung betrifft.

Abends, wenn sie dann ihre Motorräder wieder abgeben, haben sie ein soooo breites Grinsen im Gesicht, dass sie kaum noch durch die Tür passen. Meist fahren sie auf eigene Faust, versorgt von uns mit Tourentipps oder nehmen an einer geführten Tour teil.  Sie können wählen zwischen einer Straßentour (wozu ihnen 50 Motorräder zur Verfügung stehen) oder einer Endurotour, für die unser Team 6 Hard-Enduros bereit stellt.

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Die Rückgabe der Motorräder gestaltet sich anders als in einer Mietwagenstation.  Wir wollen wissen, wo sie waren und was sie erlebt haben. Wie waren die Motorräder und war die Bekleidung (von Helm bis zu den Stiefeln ist alles im Preis inbegriffen) in Ordnung. Dann bekommen sie ein sogenanntes schmutziges Bier von uns und sie können aus dem Nähkästchen ähh…nein…Tankrucksack plaudern.

Manche Gruppen zelebrieren die Rückgabe so sehr, dass sie unseren (meist üppigen) Bierbestand vernichten und überhaupt keine Lust versprühen, ins Hotel zurück gebracht zu werden. Es sind auch tatsächlich schon einige Urlaubsbekanntschaften in unserer Halle entstanden. Das ist cool.2xxxxmbbb

Unser Firmengelände mit besonderem Charme !
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Ein Teil vom Fuhrpark

Eine ehemalige Weinessigfabrik lädt wirklich zum Verweilen ein. Der Charme unserer Halle passt 100% zu unseren Motorradkunden, die auch total begeistert sind, wenn sie unsere Gemäuer zum ersten Mal betreten.

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Ausblick auf die alte Stierkampfarena nebenan

Zurück zu meinem Job. Wenn ich dann die Biker – Kunden hört sich blöd an – bei uns angeliefert habe, werden sie mit ihrem Wunschmotorrad bekannt gemacht und dann werden sie eingekleidet. Mein Vorteil ist natürlich, dass ich mal 7 Jahre lange einen Hein Gericke Shop geleitet habe und mich mit Bekleidung und dergleichen auskenne. So bekam ich des Öfteren zu hören, dass ich ein ziemlich gutes Auge habe. Naja, meine Nase passt ja schließlich auch 🙂

Ich arbeite momentan 6 Tage in der Woche. Ich fange morgens um 9 an und arbeite bis 13.30 Uhr, dann gibt es eine ausgiebige Siesta bis wir um 17.00 Uhr die zweite Halbzeit anpfeifen. Die Zeit bis Feierabend um 19.30 Uhr vergeht wie im Fluge. Viele Menschen fragen mich, ob es nicht anstrengend ist, so viel zu arbeiten. Nein, kann ich ganz bewusst sagen, denn meine Freizeit fühlt sich wie Urlaub an!

Unser Team besteht aus einem Internationalen Gemisch: einem Brasilianer, einem Schweizer, der auf Mallorca geboren wurde, einem waschechten Bayern, sowie mein Chef-Duo, die aus dem Schwarzwald, bzw. aus dem Rheinland sind. Da passt meine rheinische PappNase natürlich hervorragend rein.

So, jetzt habe ich Euch einen kleinen Einblick in meinen Job gegeben, vielleicht hat das ja neugierig gemacht. Kommt vorbei (Location Mallorquin Bikes)oder schreibt mich an, wenn ihr auch mal die Insel mit auf 2 Rädern erkunden möchtet – Es lohnt sich!

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Feierabend!

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